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1. Vereinsheim (Proberaum)

Leider steht nichts über die Probelokalitäten vor 1967 in den Protokollbüchern des Musikvereins. Doch hierfür gibt es zum Glück immer noch genügend "ältere" Musikkameraden, die diese Zeit miterlebten und darüber berichten können. Zwischen 1951, dem Jahr der Vereinsgründung und ungefähr 1952 probten die Musiker im Gasthaus Rössle. Als jedoch die Turnhalle 1951 "auf dem Stein" gebaut wurde, quartierten sich auch die Musiker dort ein. Doch sie mussten diese neue Lokalität, einem kleinen Raum im Dachgeschoss der Turnhalle, mit dem Gesangverein teilen.

  

Gerade die Erzählungen der "älteren" Musikkameraden, die noch so vieles was nicht in den Protokollbüchern steht doch noch wissen, sind wichtig um ein komplettes und vielschichtiges Bild des Vereins und der Musikkapelle zusammensetzen zu können.

Aus diesem Grunde komme ich auch noch einmal auf die ersten Probelokalitäten zurück und zitiere an dieser Stelle die Erinnerungen von Walter Nill, der am vergangenen Samstag dies noch als ein weiteres Puzzleteil brachte.

Im Frühling 1948 trat Walter Nill der Musikkapelle Bodelshausen bei. In dieser Zeit hatte die musikalische Leitung Heinz Kübbeler und die Musikkapelle probte damals, wie schon von Anfang an, im Nebenzimmer des Gasthauses Rößle. Dies blieb auch so bis ins Jahr 1949 unter dem neuen Dirigenten Paul Bengel.

Im Gasthaus Rößle wurde nach der Probe auch das eine oder andere Bier gemeinsam getrunken. Dies war jedoch mit Kosten für den einzelnen Musikanten verbunden und daher fasste die damalige Vorstandschaft den Beschluss, ein neutraleres Probelokal zu suchen und wurde fündig im "alten Schulhaus" (später Schuhhaus Erwin Haag). Der Proberaum war derjenige Raum der zur Straßenseite hin zeigte. Der Raum war sehr niedrig und daher auch eigentlich zum proben ungeeignet. Solange die Proben dort im alten Schulhaus stattfanden, verbrachte der Dirigent Paul Bengel die Zeit vor der Musikprobe im gegenüberliegenden elterlichen Haus von Walter Nill. Denn Paul Bengel kam immer sehr früh. Sein NSU Quick stellte er immer in den Hauseingang der Familie Nill und trank dann dort seine zwei Gläser Most vor Probenbeginn. Bis zum Umzug in die Turnhalle ging dies so. Bei diesem neuen Raum in der Turnhalle handelte es sich um die "Empore". Diese war ein Stock höher als die Halle und war mit einer Falltür zur Halle hin abgeschlossen. 

Schon in einer Sitzung im März 1964 hatte Dirigent Schlosarek angeregt, ein eigenes Vereinsheim zu bauen.
Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden wurde immer dringlicher.
Schließlich stellte der Musikverein 1967 an die Gemeinde Bodelshausen einen entsprechenden Antrag.

Nachdem ein eigener Neubau nicht zu finanzieren war, warfen die Musiker ein Auge auf den Ausbau eines Kohlenlagerraumes im Untergeschoss der Turnhalle. Der Gemeinderat genehmigte diesen Antrag und der Verein konnte in relativ kurzer Bauzeit den dunklen Kohlenkeller in Eigenarbeit in einen freundlichen Proberaum umbauen; am 21. Juni 1967 war es endlich soweit, der Proberaum konnte eingeweiht werden.

In einer kleinen Feierstunde wurde der umgebaute Kohlenkeller durch Bürgermeister Hänssler dem Musikverein als neues eigenes Domizil übergeben. In den Folgejahren wurde der Raum bald zu klein und 1976 war es den Musikern vergönnt, einen weiteren angrenzenden Kohlenkeller in ihren Proberaum zu integrieren.

In den Folgejahren wurde der Raum bald zu klein und 1976 war es den Musikern vergönnt, einen weiteren angrenzenden Kohlenkeller in ihren Proberaum zu integrieren. Die Größe dieser Räumlichkeit war nun ausgelegt für eine Kapelle mit knapp 35 Musikanten sowie Stauraum für Noten, Trachten, Instrumente und diversem Zubehör. Lange Jahre verbrachte der Musikverein in diesem Proberaum. Doch mit zunehmender Mitgliederzahl der aktiven Musikkapelle wurde auch diese Räumlichkeit in den 1990er Jahren wieder zu klein. Der Bedarf eines größeren Proberaumes wurde noch unter dem Dirigenten Friedrich Stifel in den Sitzungen angesprochen, doch die eigentliche Durchführung erfolgte erst später. 

Bereits Ende der 1990er Jahre, noch unter dem Dirigenten Friedrich Stifel, wurde immer wieder sowohl nach den Proben wie auch in der Vorstandschaft über die Größe des Proberaumes in der Schulturnhalle diskutiert. Die Räumlichkeit wurde für die wachsende Musikkapelle einfach zu klein. Als Dirigent sowie in der vorderen Reihe lebte man bisweilen nicht ungefährlich, wenn nach 20 Uhr noch jemand zur Probe kam. Die aufgehende Tür traf einen in diesem Fall nämlich mit ziemlicher Sicherheit.
Eine Räumlichkeit mit ausreichendem Platz für eine Musikkapelle von nahezu 45 aktiven Mitgliedern wurde gesucht. Viele Gespräche mit der Gemeinde sowie mit örtlichen Firmen wurden daher notwendig. Objekte wie das ehemalige Gehring-Gebäude oder der alte Schafstall wurden besichtigt und wieder verworfen. Die Gemeinde bot schließlich noch das ehemalige freiwerdende Postgebäude am Burghof an. Zu guter Letzt stand nur noch ein Gebäude in der engeren Wahl. Dieses Gebäude, das ehemalige Gefolgsschaftshaus der Fa. Maute KG, schien wie geschaffen für eine neue Probelokalität des Musikvereins Bodelshausen zu sein. Nach ausgiebiger Besichtigung der Lokalität und reiflicher Überlegung, auch finanzieller Abwägung, erhielt dieses Objekt den Zuschlag und man wurde mit der Gebäudeverwaltung Maute/Bartenbach handelseinig. Ein Mietvertrag über die Dauer von 10 Jahren wurde aufgesetzt und unterzeichnet und auch die Gemeinde Bodelshausen unterstützte den Verein mit einem Darlehen. Von zahlreichen örtlichen Firmen wurde der Verein ebenfalls durch Sach- und Geldspenden unterstützt.

Zwischen 2002 und 2004 lag die arbeitsintensivste Zeit. Denn die neue Probelokalität war nicht sofort beziehbar. Die sanitären Anlagen beispielsweise waren aus den 1930er Jahren und mussten dringend saniert und erneuert werden. Eine Fensterfront erhielt neue Fenster. Eine neue Beleuchtung und Stromversorgung musste her. Auch ungezählte Putz- und Reinigungsarbeiten waren notwendig. Sogar sehr Stolz kann Arnold Schlotterer auf den Parkettfußboden, den er zu einem wirklichen Prachtstück gereinigt und gewachst hat, sein. Mit anderen Worten, es waren sehr viele Arbeitsstunden der einzelnen aktiven und passiven Musiker notwendig, um dieses Gebäude für den vorgesehenen Zweck nutzbar machen zu können. Fast jede freie Minute wurde für das neue Vereinsheim geopfert. Und zuletzt musste auch das gesamte Inventar (Noten, Instrumente, etc.) vom alten Proberaum umgezogen werden. Hierzu organisierte Adolf Nill einen richtigen Notenschrank mit abschließbaren Schubladen.

In der ersten Probe wussten alle nicht so recht, was sie mit dem neuvorhandenen weitläufigen Raum anfangen sollten. Gewöhnt waren wir noch alle die "Enge" der alten Räumlichkeit. Doch dies änderte sich rasch. Nach der Probe fand man sich in gemütlicher Runde noch im "Boxenstop" ein, um bei Bier, Wein oder anderem (gelegentlich auch Spätzle mit Soß') über das eine oder andere zu sprechen. Als dort jedoch keine Möglichkeit mehr zur Einkehr vorhanden war, verblieb man nach der Probe in den eigenen "vier Wänden"; nur mit dem Vesper war es nun natürlich vorbei.

Mit dem Vereinsheim konnte der Verein heranwachsen. Denn was hilft es, Jugendliche zum Spiel eines Blasinstruments zu ermutigen, wenn man anschließend nicht weiß, wo man mit ihnen üben kann. Die musikalische Ausbildung fand nun fast ausschließlich in diesen Räumlichkeiten statt. Der große Raum war hervorragend zum Musizieren geeignet und konnte ebenso gut zum Feiern genutzt werden. Viele Veranstaltungen sah das neue Vereinsheim zwischen 2002 und 2012. Angefangen von der Jahreshauptversammlung bis hin zum jährlichen Vorspielnachmittag im November sowie der Weihnachtsfeier am 4. Advent.

Lässt man die letzten 10 Jahre Revue passieren, so hat gerade in dieser Zeit für den Musikverein Bodelshausen eine sehr wechselvolle Geschichte stattgefunden.

Leider ist es dem Musikverein Bodelshausen e. V. nur noch bis zum 31.12.2013 vergönnt diese Räumlichkeiten (im Gefolgschaftshaus der Fa. Ascot KG) für die Musikproben zu nutzen.

Eine ungewisse Zukunft was die Vereinsheim-Frage anbelangt steht vor uns.

Musikverein Bodelshausen e. V. | webmaster@musikverein-bodelshausen.de